6 Januar 2026

CRANS-MONTANA – Was können Betroffene und ihre Angehörigen tun?

 

Die EMDR Supervisorin für Kinder und Jugendliche Michal Epstein-Lavi hat Informationen und Strategien zusammengetragen, die Betroffene und Angehörige in den nächsten Tagen umsetzen können. Hier einige der Informationen, mehr dazu finden Sie in diesem Dokument (deepl-Übersetzung aus der originalen französischen Version).

 

Nach einem gewalttätigen, plötzlichen oder bedrohlichen Ereignis ist es häufig und normal, dass Kinder und Jugendliche stark reagieren. Ihr Gehirn und ihr Körper versuchen, den Schock zu verarbeiten.

 

Sie können Folgendes zeigen:

  • intensive emotionale Reaktionen: Angst, Traurigkeit, Wut, Fassungslosigkeit
  • Verhaltensänderungen: Rückzug, Unruhe, Reizbarkeit, Regression
  • körperliche Reaktionen: Schlafstörungen, Appetitstörungen, Müdigkeit
  • Konzentrationsschwierigkeiten oder Leistungsabfall in der Schule

👉 Diese Reaktionen sind normale und adaptive Reaktionen des Gehirns auf einen Schock. Sie sind weder ein Zeichen von Schwäche noch von fehlendem Willen, sondern Ausdruck eines Gehirns, das sich noch im Schutzmodus befindet.

 

Was in den ersten Tagen hilft:

  • Einfache und vorhersehbare Routinen beibehalten
  • Eine ruhige und beruhigende Präsenz bieten
  • Einfache und ehrliche, altersgerechte Worte verwenden
  • Emotionen zulassen, ohne zu versuchen, sie zu unterdrücken
  • Co-Regulierung: Kinder und Jugendliche regulieren sich oft über Erwachsene: Ein ruhiger Erwachsener hilft dem Jugendlichen, wieder zur Ruhe zu kommen.

 

Einfache Regulierungsinstrumente zur Beruhigung des Nervensystems:

  • Protokoll „Der sichere Ort”, verstärkt durch die Atmung
  • Quadratische Atmung
  • Übung 5-4-3-2-1
  • Atmen mit einem Strohhalm
  • RespiRelax+ App

👉 Achtung: Diese Hilfsmittel unterstützen, ersetzen jedoch keine Behandlung, wenn die Beschwerden anhalten.

 

Es wird empfohlen, einen Psychotherapeuten oder Psychiater aufzusuchen, wenn:

  • die Symptome länger als 2 bis 4 Wochen anhalten
  • die Belastung zunimmt
  • der Alltag stark beeinträchtigt ist (Schule, Schlaf, Beziehungen)
  • das Kind oder der Jugendliche überfordert zu sein scheint
  • die Angehörigen sich selbst hilflos fühlen

👉 Eine frühzeitige Behandlung kann das Entstehen dauerhafter Störungen verhindern.